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Aktualisiert: 22:34 | 20. January 2021

Thomas Oliver Müller: Deutsche Finance platzierte 2020 über 1,2 Milliarden Euro Eigenkapital

  • geschrieben von Stephan Kraus
  • Freigegeben in Finanzen
Thomas Oliver Müller ist Gründer und Executive Partner der Deutsche Finance Group Quelle: AUSTRIA DEPESCHE Thomas Oliver Müller ist Gründer und Executive Partner der Deutsche Finance Group

München – Mit einer entsprechenden Erfolgsmeldung hatten Branchenexperten auch gerechnet: Im Geschäftsjahr 2020 hat die Deutsche Finance Group (DF) insgesamt 1,242 Milliarden Euro Eigenkapital platziert. Von dieser beeindruckenden Summe entfielen 1,1 Milliarden Euro auf den institutionellen Geschäftsbereich und 141,6 Millionen Euro auf das Privatkundengeschäft. Der in München beheimatete Finanzkonzern konnte die Assets under Management nochmals signifikant steigern: Ende letzten Jahres lag die verwaltete Vermögenssumme bei über 7,7 Milliarden Euro. Dieser Erfolg der bankenunabhängigen Investmentgesellschaft mit ihren rund 120 Mitarbeitern fußt auf 19 eigenen Investmentfonds, 15 Mandaten institutioneller Investoren und mehr als 35.000 Privatanlegern. Thomas Oliver Müller und Dr. Sven Neubauer, Executive Partner der Deutsche Finance Holding AG, sagten über den Platzierungserfolg von über 1,2 Milliarden Euro: „Auf dieses Ergebnis sind wir sehr stolz. Wir bedanken uns bei allen unseren Partnern für das uns entgegengebrachte Vertrauen im Jahr 2020.“

Schon Ende Oktober vorigen Jahres hatten Müller und Neubauer potenzielle Neuanleger mit der Information umworben, dass aufgrund weiterer institutioneller Investments das verwaltete Vermögen auf rund 7,6 Milliarden Euro gesteigert werden konnte. Das bedeutete allein im Jahresverlauf eine Zunahme um rund 1,7 Milliarden Euro. Haupttreiber dieses hochdynamischen Wachstums waren nach Unternehmensangaben neben einem expansiven Privatkundengeschäft vor allem institutionelle Club-Deals in den USA und Europa. Hier stachen zwei erstklassige Prime-Investments im Rahmen von institutionellen Mandaten heraus: die berühmte „Transamerica Pyramid“ als Wahrzeichen San Franciscos und der Office-Tower „Big Red“ als langfristig vermietete Prime-Immobilie im Central Business District von Chicago.

Das im Jahr 2005 von Thomas Oliver Müller gegründete Investmenthaus ist dafür bekannt, Investoren Zutritt zu institutionellen Märkten in den Bereichen Private Equity Real Estate, Immobilien und Infrastruktur zu verschaffen. Dabei beschränkt man sich nicht auf einzelne Finanzprodukte und Anlageformate, sondern setzt auf eine ausgeklügelte „All-in-one“-Strategie mit vielen Facetten. Der Deutsche Finance Group geht es erklärtermaßen darum, Produktkonzeption, Asset Management, Fund Management, Risikomanagement, Marktforschung, Vertriebskoordination, Anlagevermittlung und Anlegerverwaltung geschäftspolitisch zu verzahnen, um ihren Anlegern Finanzdienstleistungen aus „einem Guss“ anbieten zu können. Ihr großes Netzwerk zu institutionellen Marktteilnehmern stützt sich auf Niederlassungen in London, Denver, Luxemburg, Zürich und Madrid, wo die globalen Investmentstrategien strukturiert werden. Diese richten sich über Fonds- und Mandatslösungen sowie Club-Deals sowohl an renditeorientierte institutionelle Investoren als auch an Privatanleger. Letztere investieren über die Deutsche Finance Group gemeinsam mit finanzstarken institutionellen Partnern in lukrative Immobilien- und Infrastrukturprojekte. Dadurch erschließen sich private Anleger Investmentoptionen, die ihnen alleine verschlossen geblieben wären.

Im Mittelpunkt dieser innovativen Investmentstrategie stehen Club-Deals. Damit liegt die Unternehmensgruppe voll im Trend, weil Immobilieninvestments über Spezialfonds und offene Fonds seit der globalen Finanzkrise 2008/2009 massiv an Attraktivität verloren haben. Unter dem Eindruck der gewaltigen Krise zogen Investoren schlagartig hohe Millionenbeträge aus den Immobilienfonds ab, was zu deren Liquidation führte. Deshalb entwickelte die Investment-Branche die Club-Deals, bei denen panikartige Immobilienverkäufe nahezu ausgeschlossen sind. Bei diesen Co-Investments kooperieren meist mehrere institutionelle Investoren, um ein bestimmtes Projekt möglichst reibungslos zu realisieren. Die beteiligten Investoren klären im Vorfeld alle Detailfragen und treffen die wichtigen Entscheidungen gemeinsam, was ein hohes Maß an wechselseitiger Kontrolle garantiert. Weil die Partner die gleichen Interessen verfolgen, lassen sich die Anlagestrategien zielgenau und effektiv realisieren. Investoren, darunter auch die eingebundenen Privatanleger, können ihr Kapital so über mehrere Immobilien streuen, Risiken reduzieren und gleichzeitig ihre Renditechancen erhöhen.

Aus Sicht des Münchner Finanzdienstleisters bieten Club-Deals Privatanlegern ideale Einstiegsmöglichkeiten in Prime-Investments. DF-CEO Thomas Oliver Müller erläuterte: „Bei den Prime-Investments der Deutsche Finance Group handelt es sich um internationale Immobilien in außergewöhnlichen Top-Lagen mit Wertsteigerungspotenzial.“ Dabei drehe sich alles um höhere risikoadjustierte Renditen durch Ausnutzung von Marktzyklen, nachfrageorientierte Neubauprojekte und die Repositionierung durch Ausmietung von Leerständen oder Sanierungsmaßnahmen. „Bei den Prime-Investments geht es um die kurz- bis mittelfristige Realisierung einer renditestarken Immobilie mit klarer Fokussierung, in der Regel über einen institutionellen Club-Deal“, betonte Müller. „Der Club-Deal ist für uns eine optimale Möglichkeit, die Laufzeit von einzelnen Investments besser zu steuern. Im Rahmen von Zielfonds ist eine solche Feinsteuerung, um auf Marktgegebenheiten idealerweise zu reagieren, nicht immer gegeben.“

Mit diesem investmentstrategischen Hintergrund erwarb die Deutsche Finance Group im August 2020 den Office Tower „Big Red“ im Geschäftszentrum von Chicago. An dem Club-Deal ist neben dem alternativen Investmentfonds „Deutsche Finance Investment Fund 16“ auch die Bayerische Versorgungskammer beteiligt. Die 45-stöckige Büroimmobilie „333 South Wabash“ wurde 1972 erbaut und verfügt über eine Mietfläche von rund 112.000 Quadratmetern. Im Zuge einer Rundum-Renovierung wurde sie seit 2018 zu einer Class-A-Büroimmobilie aufgewertet und ist fast vollständig vermietet. Im letzten Jahr verlieh die Ratingagentur Scope dem „Deutsche Finance Investment Fund 16 – Club-Deal Chicago“ eine sehr gute Bewertung. Dafür waren besonders die ausgezeichnete Bonität der Hauptmieter, die Einnahmesicherheit aufgrund der sehr langen Mietvertragslaufzeiten und die hohe Transaktionskompetenz der Deutsche Finance Group ausschlaggebend. Die Ratingagentur errechnete eine Break-Even-Wahrscheinlichkeit von 99,3 Prozent, eine Verlustmöglichkeit von 0,7 Prozent und ein Value-at-Risk von 0,0 Prozent. In 99 Prozent aller Simulationen trat kein Verlust ein. Theo Randelshofer, Vorsitzender Geschäftsführer der Deutsche Finance Solution GmbH, resümierte: „Mit dem institutionellen Club Deal ‚Chicago‘ erhalten Privatanleger Zugang zu einem langfristig vermieteten Prime-Investment mit hohem laufenden Cash Flow und interessantem Wertsteigerungspotenzial.“

Wenige Monate nach dem „Big Red“ erwarben die Deutsche Finance Group und SHVO Capital gemeinsam für ein institutionelles Joint Venture den Gebäudekomplex „Transamerica Pyramid“ in San Francisco. Mit der „Pyramide“ haben die Münchner Investmentprofis eines der bekanntesten Gebäude der Welt in ihrem exklusiven Portfolio. „Wir freuen uns, die ‚Transamerica Pyramid‘ für unsere Investoren in eine neue Ära zu überführen. Diese außergewöhnliche Immobilie in einer der modernsten Städte der USA markiert einen neuen Meilenstein bei der Entwicklung unseres Prime-Office-Portfolios in den USA“, sagte der zweite Executive Partner Dr. Sven Neubauer.

Letzte Änderung amMittwoch, 20 Januar 2021 23:34
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