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Aktualisiert: 14:57 | 19. March 2020

Der „Europa-Atlas“ einer Grünen-Stiftung offenbart interessante Erkenntnisse!

  • geschrieben von N. von Gibelli
  • Freigegeben in Allgemein
Der „Europa-Atlas“ einer Grünen-Stiftung offenbart interessante Erkenntnisse! Quelle: www.boell.de
Berlin - Die Heinrich-Böll-Stiftung steht den Grünen nahe. Dieser Tage nun gab sie eine Broschüre mit dem Titel „Europa-Atlas – Daten und Fakten über den Kontinent“ heraus, der interessante Erkenntnisse über „Faschisten“ in verschiedenen europäischen Staaten liefert.

Nach Vorstellungen der Verfasser ist Europa „mehr als Schuldenkrise, Bürokratie und nationale Kleingeisterei. Dies zeigt der Europaatlas, den die Heinrich-Böll-Stiftung gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, dem European Council of Foreign Relations und Le Monde Diplomatique herausgibt“.

Der Atlas soll Daten, Fakten und Zusammenhänge liefern und Europa als Geburtsort von Aufklärung und Demokratie und zugleich Schauplatz blutiger Kriege und Diktaturen zeigen, „das durch seine kulturelle und politische Vielfalt besticht und nach wie vor vielen Menschen als Sehnsuchtsort gilt“. Der Atlas eröffne einen „frischen Blick auf die Europäische Union mit all ihren Errungenschaften und Widersprüchen.“

Der Atlas wird mit EU-Mitteln gefördert und soll auch an Schulen verwendet werden. Er fordert unter anderem „eine genauere Bestimmung der Verantwortung der EU". Dabei zeigt sich, daß die grünen-nahe Stiftung bemüht ist, der in Deutschland geäußerten Kritik am Einfluß rechtsextremer und „faschistischer“ Kräfte in Kiew den Wind aus den Segeln zu nehmen. Demnach handle es sich bei den einschlägigen Vorgängen und Gruppierungen in Kiew nicht um Faschismus, sondern eher um „andauernde Verwirrung" gestreßter Ukrainer. Faschismus finde sich zudem nicht in der Ukraine, sondern vielmehr in Rußland unter Präsident Putin.

Der „Europa-Atlas“ fordert von Deutschland, „mehr Lasten und Aufgaben übernehmen - und der Bevölkerung die Gründe dafür genau erklären". In zwei Weltkriegen habe Deutschland „die meisten Staaten des Kontinents zu geeinter Stärke gegen sich auf(gebracht)". Heute jedoch verlange „das europäische Ausland ... von Deutschland mehr Führung und Initiativen".

Auch findet man die Forderung der Grünen nach „mehr Europa“ im Atlas wieder. Demnach sei die EU auch das Instrument einer offensiveren Weltpolitik: „Durch geschlossenes Auftreten könnte die Europäische Union in der Welt ein politisches Gewicht besitzen, über das die Mitgliedsländer einzeln nicht verfügen." Im Atlas wird deshalb auch eine stärkere Einmischung in Krisengebieten befürwortet, etwa „in Syrien, Zentralafrika und der Ukraine".

Dabei bemüht sich die Böll-Stiftung, Kritik am Einfluß chauvinistischer und nationalistischer Kräfte in Kiew tunlichst herunterzuspielen. Vor dem Umsturz im Februar publizierte die Böll-Stiftung die Stellungnahme einer Reihe von Wissenschaftlern, die den „Euromaidan" gegen alle Vorwürfe in Schutz nahmen, an ihm seien „faschistische“ Kräfte in relevantem Maße beteiligt. Es sei unpassend, die rechte Swoboda-Partei „faschistisch“ zu nennen. Andererseits fänden sich bei Putin „schon eher einzelne Ideen und Praktiken, die an die Politik des Dritten Reiches erinnern".

Rebecca Harms, Grünen-Spitzenkandidatin bei der Europawahl, behauptete gar, die Swoboda-Anhänger auf dem Majdan hätten vor allem „Selbstverteidigung" betrieben. Unliebsame Äußerungen über die deutsche Einmischung in der Ukraine würde die Grüne am liebsten verbieten lassen. Kritische Äußerungen des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder zur deutsch-europäischen Ukraine-Politik habe sie „als Teil einer Kampagne" empfunden, die „mehr Akzeptanz für Putin" erreichen solle. Im Europaparlament beantragte sie deshalb, das Parlament solle Schröders Äußerungen „bedauern" und „betonen", daß der Ex-Bundeskanzler „keine öffentlichen Aussagen zu Themen machen sollte, die Rußland betreffen".

Letzte Änderung amSamstag, 09 August 2014 20:49
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