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Aktualisiert: 13:11 | 7. August 2017

IWF stellt Deutschland schlechte Wachstumsprognose

IWF stellt Deutschland schlechte Wachstumsprognose Quelle: IWF - www.imf.org

Berlin - Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in den kommenden Jahren mit einem Konjunkturverlust der EU. Wie aus seinem neuen Weltwirtschaftsblick hervorgeht, senkte er die Prognose für dieses Jahr global um 3,3 und für 2015 um 3,8 Prozent.

"Die Abwärtsrisiken haben zugenommen", erläuterte die IWF-Chefin Christine Lagarde. Insbesondere der Ukrainekonflikt führe zu geopolitischen Risiken, die sich negativ ausübten. Um die in der Eurozone befürchtete Stagnation zu verhindern, sollen vor allem staatliche Investitionen vorangetrieben werden. Das derzeitige Sparverhalten der europäischen Länder sollte zugunsten einer freigiebigeren Geldpolitik gelockert werden, so der IWF.

Insbesondere Deutschland stehe in der Kritik des Berichtes. So rechne der IWF hierzulande nur noch mit einem deutlich geringerem Wachstum der Wirtschaft um 1,4 Prozent in diesem und 1,5 Prozent im Folgejahr. Die Bundesregierung widersprach der Einschätzung und ließ über einen Sprecher mitteilen: "Wir teilen die Sorge vor Deflation nicht." Vielmehr sehe man eine Gefahr in zu lockerer Geldpolitik. Diese würde zu Preisblasen an verschiedenen Märkten führen und werde von der Regierung als Zeichen für höhere Risikobereitschaft und Selbstgefälligkeit der Finanzwelt gewertet.

Gewinner des Berichtes seien die USA, deren Wachstum um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stieg. Auch für das kommende Jahr prognostizierte der IWF positive Wachstumsverläufe.

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